Bosch Quigo
Mai 19th, 2011 § 1 Kommentar
In den letzten Wochen hatte ich die Gelegenheit den Quigo von Bosch zu testen. Inhalt von diesem Testbericht ist ein kleiner Kreuzlinienlaser, der auf eine Entfernung von bis zu 5 Meter eine senkrechte und waagrechte Linie an eine Wand projizieren kann. Das extrem kleine Gerät muss man sich dabei als eine Mischung zwischen Nivelliergerät, Laserpointer und Wasserwaage vorstellen.
Die Lasereinheit (keine Ahnung, ob es mehrere Laser sind) hängt dabei in dem Quigo-Würfel und richtet sich wie eine automatische Wasserwaage richtig aus. Falls das Gerät zu stark gekippt sein sollte und die automatische Ausrichtung nicht mehr funktioniert, geht der Laser aus und eine roten LED-Leuchte zeigt die mangelnde Ausrichtung an. Man muss dann den Quigo von Hand grob ausrichten und die Anzeige erlischt sobald das Gerät die automatische Nivellierung selbst vornehmen kann.
Auf das Gerät aufmerksam wurde ich eigentlich durch die sehr kleinen Ausmaße und dass es einen reddot design award im Bereich honourable mention 2011 gewonnen hat. Bei diesem Designpreis werden Produkte geehrt, die durch besondere Detailleistungen auffallen. Was dies bei Quigo genau war, konnte ich leider noch nicht herausfinden. Im Juli findet die Preisverleihung statt, vielleicht gibt es dann weiter Informationen dazu.
Auf jeden Fall ist der Quigo als ein Würfel mit einer Seitenlänge von nur 6,5cm gestaltet. Die Würfelkanten haben eine schwarze Gummierung, wie man sie auch von den anderen Boschwerkzeugen kennt. Insgesamt ist das Hartkunststoffgehäuse in dem typischen Grün von Bosch gehalten und vermittelt eine solide Robustheit. Das sollte es aber auch, denn vermutlich ist die Laseraufhängung im Gerät relativ filigran, so dass es gut geschützt werden muss. Auch wenn der Würfel vermutlich einen Sturz relativ unbeschadet übersteht, würde ich es nicht zu oft machen, denn wie gut das die Aufhängung im Gerät übersteht, müssen die Jahre noch zeigen.
Auch der Schiebeschalter, der gleichzeitig als Schutzabdeckung fungiert, lässt sich sehr gut schieben und rastet solide ein. Die Haptik des Gerätes finde ich deshalb sehr gut gelungen und durch die kleine Größe passt es in jede Heimwerker-, Bastel- oder Künstlertasche.
Allerdings frage ich mich, warum Bosch das Gerät in einer viel zu großen Verpackung verkauft? Hier verspielt Bosch meiner Meinung nach den Vorteil des Quigo. Die Besonderheit des Gerätes steckt in der Würfelform und den geringen Ausmaßen. Warum sie die Verpackung rundlich und eigentlich zu groß gewählt haben ist mir ein Rätsel.
Den Quigo gibt es in einer Alubox. Ohne Verpackungsmaterial ist allerdings sehr viel Platz darin.
Einzeleindrücke:
- Die rote LED-Leuchte, die die grobe Ausrichtung des Quigo anzeigt, ist sehr hilfreich. Jedoch ist sie nur schwer zu erkennen, wenn man das Gerät in der Höhe benutzt. Zwar kommt ein solcher Einsatz vermutlich nur selten vor, aber genau dann hat man ein relativ schlechtes Gefühl, ob der Quigo schon grob “im Wasser” ist. Eine (zusätzliche) seitliche Anzeige könnte dies beheben.
- Um das Gerät an verschiedensten Sachen befestigen zu können, wird ein zusätzlicher Klemmmechanismus mitgeliefert. Durch Gummierungen und genügend Klemmschrauben, kann man den Quigo beispielsweise an jeder Tür befestigen und in der Höhe variieren. Übrigens wird die Klemme mittels einer Schraube am Gerät verbunden, die man auch von Fotostativen her kennt. Somit sollten sich auch viele Stative für den Einsatz mit dem Quigo eignen.

Die Schrift wurde mit allen möglichen Tricks, aber ohne Hilfe des Quigo geklebt. Man sieht, welche Abweichungen es gibt.
Weitere Testberichte zu Bosch Werkzeugen gibt es bei der Heimwerker Community 1-2-do.
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