Tip Ton
April 5th, 2011 § 3 Kommentare
Heute gibt es mal nichts mit Bauen, Bohren oder Sägen, sondern ich stelle mir die Frage, wie verflucht hinterhältig Design sein kann?
Kaum habe ich mir ein Bild von einem zugegebenermaßen recht anschaulichen Plastikstuhl angeschaut, werde ich irgendwie dazu verführt ein Werbefilm darüber anzuschauen. Und jetzt? Hallo! Wer zum Teufel kommt auf die Idee einen solchen perfekten Film über einen schnöden Plastikstuhl zu machen? Das wird so ein Johnny sein und ich finde jetzt auch den Namen des Animateurs klasse. Der Stuhl wurde von Edward Barber und Jay Osgerby designed und wird von Vitra hergestellt. Dann lese ich noch, dass der Stuhl den Namen Tip Ton trägt und ich habe mich endgültig in einen Plastikstuhl verguckt. Wie geht das denn?!
Mir kommt allmählich die ganze Sache suspekt vor – ganz einfach, weil alles passt.
Der Tip Ton Chair wird nächste Woche in Mailand auf der Salone Internazionale del Mobile vorgestellt, da wird sich dann zeigen wir er abseits des “Hochglanz-Formates” (gibt es den Ausdruck für Dinge im Internet?) aussieht.
Den Preis für den Stuhl habe ich leider noch nicht ausfindig machen können, aber Eckart Maise von Vitra spricht von einem “demokratischen” Stuhl. Wie demokratisch mein anarchischer Geldbeutel dazu steht, muss ich noch in Erfahrung bringen, aber für heute ist Tip Ton mein Held.
schöner Stuhl!
p.s. was den Preis betrifft…Demokratie halt..
Google sagt 218Euros…
Natürlich ist Demokratie ein teures Gut, aber auch eine Massenbewegung. Bei dem Aspekt mit der Massenbewegung war ich wohl etwas zu leichtgläubig.
Fazit: Haken gefunden.
für vitraverhältnisses ist das geradezu ein kampfpreis.aebr mit verlaub, sowas sollte sich doch auch selsbt schnitzen lassen, zumindest der kippelige teil. den rest hackt man sich dann aus resten zusammen.