4. Juni 2009

Der Focus auf Selbermachen und Glück!

Hui, schon wieder macht das Selbermachen Schlagzeilen.

Der Focus nimmt sich diese Woche dem Thema „Glück, selbst gemacht“ an (Nr.23, 30. Mai 2009). Der Beitrag „Glück, Marke Eigenbau“ hat mich mit der Berichterstattung (sagt man das so?) wieder versöhnt. Zwar geht es weniger wie der Titel vermuten lassen könnte, um den ökonomischen Aspekt à la „Marke Eigenbau“, dafür wird die motivational-emotionale Seite jenseits des Gelderwerbs betrachtet. Einen solchen Blickwinkel habe ich bislang vermisst, obwohl er für das Selbermachen ganz entscheidend ist. Egal ob damit Geld verdient wird oder nicht, durch das Selbermachen erlebt man Glück. Auf das fette Supergrinsen kommt’s drauf an!

Vielleicht wäre es sinnvoll Anleitungen nicht nur in Schwierigkeitsgrade einzuteilen, sondern auch mit einem Schokoladentafelglücksumrechenfaktor zu belegen. Regal bauen = 2 Tafeln, T-Shirt sprayen = 4 Tafeln, Roboteraugen blinken lassen = 3 Tafeln Mmm könnte doch schwieriger werden als gedacht. Der Umrechenfaktor ist ja zwischen den Selbermachern völlig unterschiedlich. Da müsste vielleicht mal jemand einen Schokoladentafelglücksumrechenfaktorgenerator entwickeln…

Oh, ich bin abgeschweift, zurück zum Text!

Habt ihr den Beitrag gelesen? Ist euch das Maslow Argument „Selbermachen als Selbstverwirklichung“ aufgefallen? Ob die Autoren Blog-Kommentare lesen weiß ich nicht. Klar ist auch, dass da jeder auch selbst drauf kommen kann. Falls ihr aber nicht genau kapiert habt was damit gemeint ist, dann dürft ihr gerne die Kommentare von rbt und mir über die Maslowsche Bedürfnispyramide durchlesen und bitte ebenfalls weitere Gedanken posten!

Eine andere Textstelle finde ich aber noch spannender. Bei mir hat es ordentlich gerattert, als ich das hier gelesen habe:

“Allein das konzentrierte Tun und das Bemühen, ein Werkstück optimal zu gestalten, entfaltet eine segensreiche Wirkung – nicht nur auf das Individuum, sondern auf die Gesellschaft.”

Zwar habe ich noch nicht das darauf bezogene Buch „Handwerk“ von Richard Sennett gelesen, aber das Zitat könnte auch direkt aus der Feder eines Pädagogen mit dem Namen Kerschensteiner stammen. Ist zwar jetzt nicht weiter wichtig, aber ich möchte euch diese Info nicht vorenthalten.

Der Mann war als Reformpädagoge Anfang des 20.Jahrhunderst aktiv und richtete in München so genannte „Arbeitsschulen“ ein. In den Schulen sollten die Schüler durch die Sachlichkeit der Arbeit, also dem konzentrierten Tun und das Bemühen, ein Werkstück optimal zu gestalten, in ihrem Charakter eine segensreiche Wirkung erfahren. Labor-, Werkstatt-, Garten- und Gruppenarbeit sollten die Schüler zum tugendhaften Staatsbürger erziehen. Seine Gesamtvorstellung mag einem konservativen Gesellschaftsmodell entsprechen. Andere Arbeitspädagogen wie Gaudig oder Blonskij hatten da andere Vorstellungen. Wie auch immer. Den Gedanke von Sennett muss ich weiter verfolgen. Danke an den Focus für diesen neuen Impuls!

Ende.

P.S.: Wer macht mit bei einem Zine über DIY?

(hat tip weitergebend an bausteln)

18. Mai 2009

Betreff: DIY-Zine?

Liebes Internet,

hast du Lust bei einem DIY-Zine mitzumachen?

vielezines

Bitte sei nicht beleidigt, aber ich habe Lust ein kleines feines Zine – so aus Papier – zu machen. Ein kleines Magazin, mit Geschichten, Berichten, Buchrezensionen, Interviews, Bildern, Anleitungen und und und – halt mit Selbstgemachtem aus allen Bereichen.

Ach, jetzt nörgel nicht rum! Du weißt doch, dass du manchmal etwas zu glatt, unpersönlich und vor allem nicht „greifbar“ bist. Zudem lebst du halt doch in deiner eigenen Welt. Und hey, das ist ja auch keine „entweder-oder“ Frage. Ich mach das Blog schon weiter!

Schau, gegen was Zusätzliches kannst du doch nichts haben. Frag doch mal deine Freundin, die alte such-Gugl, die wird dir sagen, dass es in diesem Bereich nichts gibt. Okay, „CUT“ ist ein Anfang und „Selber machen“ oder “Selbst” gibt es auch, aber das sind sozusagen die großen Pötte und ich will ein Flitzeboot. Wäre für so ein „indie“-Zine nicht noch Platz?

Bis ins kleinste Detail habe ich mir die Sache noch nicht überlegt, aber deshalb schreibe ich dir auch. Was hältst du davon? Hast du vielleicht Ideen oder Einwände?

Eine Frage die eigentlich noch viel wichtiger ist: Kennst du Leute die da gerne mitmachen würden?

Du weißt doch, dass es so viele unterschiedliche Bereiche des Selbermachens gibt. Das kann nicht einer alleine abdecken und zumal geht es auch darum mit anderen DIYlern zusammenzuarbeiten, sozusagen ein Gemeinschaftsprojekt!

Bin gespannt was du sagst,

liebe Grüße, dein Fan!

P.S.: Kannst die Mail auch gerne weiterleiten!

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Re: DIY-Zine?

Lieber Fan,

Habe mich mal schlau gemacht was zum Thema Zine in letzter Zeit geschrieben wurde. Via „magCulture“ bin ich auf diesen interessanten Bericht aus dem „guardian“ über Fanzines gestoßen. Vielleicht interessiert er dich ja.

Die such-Gugl wusste übrigens nicht so viel, aber mal schaun, ich bleib am Ball!

Bezüglich der Leute-die-mitmachen-Frage kann ich auf die Schnelle nicht viel sagen. Hab keine Ahnung, ob und überhaupt… Sobald ich was herausgefunden habe schreib ich dir Kommentare oder auch ne Mail!

Adieu,

das Internet!

14. Mai 2009

Warum Bildchen ausmalen mehr über DIY sagt, als in der Zeitung darüber steht.

DIY Bildchen
Mir scheint als haben die Print-Medien DIY als Thema entdeckt. Die Spannbreite der Zeitungen die in den letzten Tagen darüber geschrieben haben reicht von der linken Wochenzeitung “jungle-world” bis zur Zeitschrift der Neuen Zürcher Zeitung “Folio”. Gespannt stürze ich mich auf jeden Artikel der mir unter die Finger kommt, doch leider bin ich immer wieder auf ein Neues enttäuscht wie DIY dort gesehen und dargestellt wird.
Die einen führen eine Debatte (wie schon im letzten Beitrag erwähnt 1 vs. 2) über das Wirtschaftspotenzial des Selbermachens und ob es einem linken Anspruch gerecht wird. Die anderen schwärmen vom Glück des Heimwerkens zwischen Baumarkt, Autotuning und der Erfolgsgeschichte des Dübels.

Die Texte sind gut, nett und zielgruppengerecht. Um Kleinigkeiten wird sich nicht groß gekümmert und man verwurstet das Thema im schnellen Rhythmus des wöchentlich wechselnden Blattinhaltes: “Ein unverbrauchtes und doch altes Thema mit dem jeder was anfangen kann? Ach komm, schreib irgendetwas drüber!”

Ist ja okay, das Problem ist nur, die Ansätze greifen viel zu kurz!

Die Beschreibungen sind alle mehr oder weniger spannend, aber sie belassen es bei der Darstellung von Oberflächigkeiten. Nicht der Verkauf, nicht der Baumarkt oder das Tuning, sondern das SELBERMACHEN ist der Kern.
Selbst in Aktion treten, eine Idee weiter entwickeln, sich einen Plan überlegen, dem Drang der Umsetzung folgen, das Projekt in die Tat umsetzen und sich dabei auch irgendwie selbst verwirklichen, auf das kommt es an!
Finanzielle Aspekte, zum Beispiel beim Hausbau oder beim Kleinstauflagenverkauf, können hinzukommen, müssen es aber nicht zwingend. Vielmehr wird oftmals, wie beim Tuning oder Stricken, ordentlich Geld für das Material ausgegeben ohne einen finanziellen Gewinn dadurch zu haben. Das Gefühl etwas wirklich selbst geschaffen, etwas in dieser Form einmaliges gemacht zu haben und den “Lohn” der Anstrengung zu ernten, das ist es den DIYlern wert. Ob der Lohn dabei durch einen Verkauf auf den zahlreichen online Marktplätzen, einen Preis beim Tuningtreffen, ein politisches Statement, ein Feierabendbier beim Hausbau oder einen anerkennenden Blick erfolgt, ist so unterschiedlich wie egal. Ein einheitliches Ziel für eine solch unterschiedliche Gruppe zu formulieren ist schwierig. Was die DIYler aber eint, ist die Aktion des Selbermachens und deshalb muss auch jede Analyse bis zu diesem Kern vordringen. Es geht weniger um den Inhalt, den verwendeten Werkstoff, um das verwendete Verfahren, die Ökonomie oder das Gebiet in dem man etwas selber macht, es geht um das SELBERMACHEN an sich! Die NZZ-Folio Redaktion deutet das manchmal an, wenn die Passion für Flugzeuge oder die Kreativität beim Stricken erwähnt wird. Insgesamt schrammt sie aber auch am Kern vorbei.

Leider kann man im Internet schlecht etwas selber anmalen, weshalb die NZZ-Folio vielleicht auch darauf verzichtet hat drei Zeichnungen aus der Print-Version online zu stellen. Schade, sie auszumalen und kreativ etwas selber zu machen hätte mehr über DIY ausgesagt, als man in vielen Artikeln darüber lesen kann.

11. Mai 2009

Mach es selbst und auch noch richtig!

Wie oft kommt es vor, dass man in einer Zeitung wörtlich zitiert wird?

Mir ist das noch nie passiert! Da freut man sich vielleicht und denkt sich so was ähnliches wie: “Woah, da hab ich mal n Statement rausgehauen”. Kann natürlich auch sein man zweifelt sofort: “Entweder der Gedanke war echt gut oder ziemlich bescheiden. Warum in aller Welt soll denn was von mir zitiert werden?” Oder man hängt das Ego nicht so hoch und man denkt sich: “Mmm, da hab ich wohl was geschrieben was jeder schreiben kann.” Was man auch immer denkt – man wird vermutlich nervös.

Wie oft kommt es vor, dass man in einer Zeitung zitiert wird, das Zitat aber völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist?

Das ist ja noch viel unwahrscheinlicher! Mir ist das noch nie passiert! Ab und zu hört man Politiker oder Promis klagen: “Hey, das hab ich so aber nicht gemeint!” Oder: “Das ist jetzt aber völlig aus dem Zusammenhang gerissen.” Was man auch immer denkt – es nervt wahrscheinlich.

Was soll ich sagen, vor vier Tagen ist es mir so ergangen!

Die Fragen waren plötzlich nicht mehr fiktiv und langweilig, sondern ziemlich real und spannend! Ne Zeitung zitiert mich! Natürlich hab ich das erst gestern mitbekommen. Wahrscheinlich hätte ich es nie erfahren, wenn mich nicht dankenswerterweise mlle a. informiert hätte. Natürlich hab ich mich zuerst einmal gefreut. Zehn Sekunden später kam dann die Nervosität! Kurz darauf war der Artikel gelesen und…und ich fühlte mich fast schon absichtlich und gezielt Missverstanden!

Auf einem Bastelblog heißt es: »Was früher die Menschen vielleicht aus Geldnot oder Zweckgedanken an die Nähmaschine trieb, wird heute durch einen kreativen und künstlerischen Ansatz ersetzt. Diese Entwicklung finde ich sehr interessant, bin gespannt, was sich da noch tut!«” (jungle-world) (Das Original bezieht sich auf einen Beitrag, der verschiedene DIY-Bereiche vorstellt. Der Entwicklungsbegriff bezog sich dabei auf den selbstgestalteten und kreativen Umgang mit Mode und nicht auf einen »listenreichen und lustvollen Kampf gegen globale Ausbeutungsverhältnisse«.)

Gut, der Artikel sollte ne Diskussionsmeinung darstellen. Da übertreibt man mal ganz gerne, überspitzt und provoziert. Aber kann man das nicht auch mit guten Argumenten machen?

Sorry für eine wenig differenzierte Kritik, aber der Artikel ist einfach nur schlecht!

Fazit für mich: Das Zitat können die sich in die Haare schmieren! Und nein, ich bedanke mich nicht dafür!

Hab lange gebraucht um diesen Beitrag zu schreiben. Tausendmal gelöscht, umformuliert und abgebrochen. Die Qualität wurde deshalb nicht besser, aber ich konnte mich so n bisschen abreagieren. Hat insgesamt nicht sooo viel Spaß gemacht und nachdem ich eigentlich nur einen Bastelspaß toll finden darf, bitte ich darum mich in Zukunft richtig zu zitieren. DANKE!

Jeder der ne gute Kritik darüber lesen möchte sollte sich den Beitrag von mlle a. auf handmade2.0 durchlesen!

Ach ja: Und hiermit grüße ich alle “beautiful Losers”!

6. Mai 2009

Ein Traum!

dream

Habt ihr auf spreeblick den Beitrag “Schulen, die Schüler würdig sind” gelesen?

Habt ihr euch das Portrait dazu durchgelesen?

Habt ihr euch das Video angeschaut?

HAMMER – Es kommt nicht oft vor, dass ein Traum verfilmt wird!

Euch sagt das gerade gar nichts? Mmm, dann bin wohl wieder etwas zu schnell gewesen!  Okay, der Reihe nach:

Falls ihr einen Blick auf einen etwas „anderen“ Technikunterricht werfen wollt, sehen wollt wie Technik in einem Schulprofil umgesetzt werden kann oder euch der Begriff  “Reformpädagogik” interessiert, dann empfehle ich euch ein Film-Portrait über Larry Rosenstock. Dieses wurde in der Filmserie „A 21st Century Education“ des “Pearson Foundation and Mobile Learning Institute” veröffentlicht. Ein Beitrag beschäftigt sich dabei mit Rosenstocks „High Tech High“ Schule und deren projektbasiertem Lernkonzept (siehe dazu auch “Projektmethode und DIY”) .

“High Tech High eliminates traditional boundaries between “technical” education (code for tracking low-income kids) and traditional college preparatory, liberal arts-style secondary education (typically provided to students from higher income backgrounds). In its place, High Tech High offers a highly stimulating educational environment that encourages students to immerse themselves in real-world career experiences. Instead of attending regular classroom lectures, taking tests, and turning in homework assignments, High Tech High students spend four years working primarily on individual and group projects that provide hands-on experiences, and are complemented by academic curricula.”

Mit DIY hat der Beitrag gerade nicht so viel zu tun. Aber die kreative, unkonventionelle, lebensfrohe, freie und doch zielgerichtete Beschäftigung mit Technik, so wie es die Schule lebt, ist für mich ganz nahe an der Art wie ich DIY sehe!

Der Beitrag musste unbedingt sein, vielleicht mache ich für solche Menschen die lovelyWerkstattbücher…

Falls jemand so ne Schule in Deutschland kennt -> unbedingt ne Nachricht hinterlassen! Ich würde fast alles tun, um an so ner Schule arbeiten zu können!

1. Mai 2009

The Future of Making is NOW

misserion-future

Hallo zusammen:

The Future of Making Is In Your Hands -

ich möchte kurz auf eine Initiative von handmade2.0 hinweisen. Sie fragt sich woran es liegen könnte, dass wir keine vergleichbaren Aktionen wie den “SUMMIT of AWESOME” haben und fordert uns auf darüber zu diskutieren.

“The Summit of Awesome is 3-days filled with business seminars for artists and crafters, hands-on workshops, the D.C. premiere of the Indie Craft Documentary, Handmade Nation, and a Saturday night party.” (hellocraft)

Obwohl ich  keine handgemachten Sachen verticke (was nicht ist, kann ja noch werden ;-) ) vermisse ich ebenfalls interessante Vorträge, Filme, Tipps, Tricks und Tracks.

Sie schreibt:

“Ich habe bislang noch von keinen vergleichbaren Aktionen in Deutschland gehört(…). Aber ich meine, dass es bei aller hiesiger Begeisterung für handmade machbar sein sollte, “auch sowas wie in USA/UK” auf die Beine zu stellen, und ohne Hilfe und Zugpferde aus Amerika und ohne, dass ähnlich wie auf BarCamps die Veranstaltung zu einer platten Eigenwerbungsveranstaltung von Agenturen und Firmen ausartet.
Einen Tag lang habe ich mich gemüht und das Web abgegrast, und ich habe keine Diskussionen und Ideenanstösse gefunden. (…)

Ich würde diesen Zustand recht gerne hier mit Euch und vielen anderen diskutieren (ist wahrscheinlich auch wieder typisch deutsch: erstmal drüber diskutieren):

  • Warum ist es in Deutschland so mau in Bezug auf Zusammenarbeit, Ideenaustausch und Veranstaltungen? Wo ist das Miteinander?
  • Was kann man tun, um handmade mehr zu promoten, ohne dass diese Bewegung an Authentizität verliert?
  • Wie sieht es eigentlich mit Euren Aktivitäten rund ums Vermarkten und Weitersagen aus?

Da ich weiss, dass viele crafty BloggerInnen in Deutschland zwar viele andere crafty BloggerInnen lesen, aber ihre Nasen so was von selten in “theoretischere” Blogs wie diesen hier stecken, hätte ich nichts gegen eine kleine Weitergabe des Postlinks. Ich finde, dass diese Diskussion mindestens genauso wichtig ist wie das Herzeigen und gegenseite Bewundern von Selbstgemachtem und Neu-Im-Shop-Seienden.” (handmade2.0)

22. April 2009

Ein Jahr lovelyWerkstattbuch-Blog!

1yearblog

21. April 2009

Ein ♥ für Blogs

I laaf blogs!

ein-herz-fuer-blogs

Wie schon im letzten Beitrag beschrieben hat Kai Müller vom StyleSpion-Blog eine Aktion für heute ins Leben gerufen, bei der man seine lieblichsten Blogs vorstellen soll. Er spricht dabei von Depression und einsamen Suppen die mal wieder gewürzt werden müssen und in eine sommerliche Hochphase übergehen sollten. Hey, warum so negativ??? Der Sommer ist ja bekanntlich schon da und Suppekochen wird durch Grillen ersetzt! Wie auch immer, die Idee ist wirklich klasse! Wir sollten mehr in Kontakt kommen, uns ganz altmodisch „vernetzen“. Also Wollknäuel ausgepackt und ganz doll hin und her geworfen! Ist dann vielleicht nicht das feste Hochseefischernetz (ist sowieso alles überfischt – vielleicht sollten wir lieber Captain Barbossa nacheifern – obwohl, der Job war auch schon einmal romantischer), aber ich mach einfach mal den Anfang…

Beginnen möchte ich natürlich beim StyleSpion. Mit seinem Gespür für Design und Einrichtungsgegenständen trifft er meist ins Schwarze. DIY ist bei ihm teilweise auch ein Thema, so dass ein Besuch immer lohnt! Er hat auch mal anklingen lassen, dass er in Zukunft so ne Art „Community“-Idee und verstärkt den How-To-Gedanken umsetzen möchte. Man darf also gespannt bleiben, da tut sich immer was!

Der botchjob-Blog ist einer der deutschen Blogs der DIY von der technisch-elektronischen Seite aus betrachtet. Gewürzt mit technischen News die kurios, unterhaltsam, aufschlussreich oder verblüffend sind, ermöglicht rbt vom botchjob einen Blick in eine bis jetzt vielleicht verschlossene Welt.

Der handmade2.0 Blog von mlle a. ist eine Perle! Die Qualität ihrer Beiträge und ihr Gespür für Themen erhalten im lovely-Ranking ein AAA. Schöner als mit ihrem Slogan „Tech meets arts meets Bohème. Nice mess.“ kann man die Seite nicht bezeichnen. Da sie sich öfters mit Etsy, DaWanda und Co. beschäftigt, könnte ihr Blog auch eine gute Informationsstelle für dich sein, wenn du mit dem Gedanken spielst dein selbst gemachtes Zeugs zu verkaufen.

Sie hat mir auch das Buch „Marke Eigenbau“ von Holm Friebe und Thomas Ramge empfohlen. Die gleichnamige Seite marke-eigenbau.org stellt Eigenbauprodukte und einen Blog bereit der die Idee des „Aufstand[es] der Massen gegen die Massenproduktion“ aufgreift. Das Buch ist einfach klasse und die Seite immer einen Besuch wert, schau’s dir an!

Die noch relativ junge Seite bausteln.de beschäftigt sich mit dem Eigenbau zwischen bauen und basteln – bausteln halt! Der Diplom-Baustler Philipp Stefan und der Chef-Inspirator Christian Heller haben hier eine wunderbare Anlaufstelle für die kreativ Schaffenden geschaffen. Anleitungen, Shop, Blog, Termine und Veranstaltungen zeugen von dem Potenzial des Projektes. Wenn ich mal wieder ein bisschen Zeit habe werde ich bei denen ein Arduio-Set bestellen und mal ein paar vorsichtige Schritte im Bereich der Microcontroller wagen. Sie haben mir diesen Bereich eindeutig schmackhaft gemacht! Aber warum soll denn eigentlich ich hier schreiben, höre dir einfach bausteln.de beim Deutschlandradio Kultur an.

Cut!

Das mit dem elektronischen Gedöns muss jetzt reichen und mit diesem Schnitt hab ich jetzt gleichzeitig auch noch ne Empfehlung für ein Magazin untergebracht. Ein neues Mode-DIY-Näh-Magazin ist auch für nicht so modeaffine Menschen einen Blick wert. Bei der nächsten Reise einfach mal in dem ein oder anderen Bahnhofskiosk stöbern und einen Blick die das Magazin „CUT – Leute machen Kleider“ rein werfen. Für den Mut und den Verstand ein solches junges, dynamisches und frisches Magazin zu erstellen bedanke ich mich mit diesem nicht ganz blogischen Abschnitt.

Übrigens habe ich das Magazin beim Stylekingdom-Blog gewonnen! Was mich auf die Mode-Seiten treibt (von denen es extrem viele, große wie kleine Blogs, Communities oder Style-Seiten gibt) ist der Mut des Selbermachens. Was früher die Menschen vielleicht aus Geldnot oder Zweckgedanken an die Nähmaschine trieb, wird heute durch einen modischen, kreativen und künstlerischen Ansatz ersetzt. Diese Entwicklung finde ich sehr interessant, bin mal gespannt was sich da noch so tut!

Um dieses Potpourri der DIY-Szene nur ansatzweise abzurunden, möchte ich noch den Blog von danyeela erwähnen. Auf dieser schönen und schon fast schwebenden Seite kannst du zum Papier und einmal zurück fliegen. Da wird „gescrappt“, gebunden und gelayoutet was das Zeug hält! Unter „Zugeschaut und Mitgebaut“ kann man sich Gefühle und Kenntnisse über diese Art des DIY aneignen. Das Anschauen lohnt also!

„Last but not least“ zwei HowTo-„Community“-Konzepte von EXPLI (expliBlog) und Wawerko (wawerkoBlog). Geheimtipps sind diese Seiten wohl nicht mehr, aber ich möchte sie hier auch nicht unerwähnt lassen. Vom Mango schälen und richtig Küssen über das Schwarzwald-rustikal-Holzgeländer bis zum Buddah im Bilderrahmen kann man für jede Lebenslage etwas finden. Ob die Konzepte noch an die Qualität eines instructables.com rankommen müssen die nächsten Monate und Jahre zeigen.

Mit einem positiven Blick in die Zukunft möchte ich diesen Beitrag jetzt beenden. Große wie kleine Konzepte, Blogs oder Webseiten, ob Mode, Elektronik oder Papier, über jeden Beitrag bei dem ich irgendetwas lernen kann, neugierig werde oder überrascht bin, freue ich mich!

Wer nimmt den Wollknäuel auf? Wer lötet die nächste Leitung? Oder wer schreibt den nächsten Beitrag, hilft mir, verbessert mich oder bringt mich auf neue Ideen?

Ich bin gespannt!

19. April 2009

Ankündigung: Ein ♥ für Blogs

ein-herz-fuer-blogsDer Stylespion macht eine Aktion! Kai schreibt:

“Seien wir doch mal ehrlich, die deutschsprachige Bloglandschaft steckt seit einiger Zeit in einer Depression. (…)

Zeit sich Zeit zu nehmen, und den eigenen Lesern zu zeigen, welch tolle Blogs da draußen sind, den Horizont etwas zu erweitern, und miteinander zu kuscheln. (…)

Also nochmal zusammengefasst:
- Schnell auf die Aktion in euren Blogs hinweisen
- Am kommenden Dienstag einen Beitrag mit euren liebsten deutschsprachigen Blogs veröffentlichen
- Freuen”

Zwar check ich nicht, was eine deutsche Bling-Bloglandschaft sein soll und was sie von anderen Seiten unterscheidet, aber bis auf meine Unkenntnis ist diese Idee wirklich klasse! Obwohl ich eigentlich lernen müsste, werde ich einen Beitrag beisteuern, denn das mache ich gerne für eure Seiten! Zudem kann ich vielleicht dazu beitragen die Depression einer Landschaft zu heilen. Bis vor kurzem wusste ich noch gar nicht, dass das überhaupt möglich ist ;-)

9. April 2009

DIY-Grundlagen: uh, äh: Halbleiter?

Hast du dich auch schon einmal gefragt was eigentlich ein “Halbleiter” ist?

Leitet der nur die Hälfte des Stromes durch, ist das einfach ein halber Leiter und was ist dann ein “Ganzleiter”?

Ein Halbleiter leitet im Gegensatz zu einem “Ganzleiter” den Strom nur in eine Richtung durch und ist stärker Temperaturabhängig. Er kann Leiter und Nichtleiter sein, je nachdem wie der Strom fließt und welche Temperatur der Leiter hat. Normalerweise kann Strom in die eine oder andere Richtung fließen. Bei einem Halbleiter ist das nicht möglich, nur in eine Richtung kann hierbei Strom fließen.

Wie das funktioniert? Im Zine, ein Beispiel mit Silizium und noch n bißchen mehr:

werkstattbuch37blogp

windell-diode